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Impulse für den Wohnungsbau notwendig für wirtschaftliche Stabilität im Bau-, Heimwerker- undRenovierungssektor

Die Entwicklungen beim Wohnungsbau in Deutschland sind alarmierend: Die Zahl der jährlich neu gebauten Wohnungen droht bis 2026 auf unter 200.000 Einheiten zu sinken – deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf von mindestens 400.000 Wohnungen jährlich. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die Bauwirtschaft direkt, sondern auch nachgelagerte Wirtschaftszweige massiv – darunter auch die über 150 führenden Unternehmen unseres Herstellerverband Haus & Garten e.V. Unsere Mitgliedsunternehmen liefern Produkte, die für Umbau, Renovierung, Instandhaltung und Erstausstattung von Wohnraum unverzichtbar sind. Ihre Produkte finden sich in nahezu jedem Baumarkt – von Farben, Werkzeugen und Sanitärartikeln über Bodenbeläge und Dämmstoffe bis hin zu Garten-
und Balkonlösungen. Ein nachhaltiger Rückgang im Wohnungsbau bedeutet für unsere Branche einen
Verlust an wirtschaftlicher Dynamik, Innovationskraft und letztlich Arbeitsplätzen.

Dringender Handlungsbedarf: Der Wohnungsbau braucht Impulse

Um den Wohnungsbau wieder in Gang zu bringen, fordern wir eine koordinierte politische
Kraftanstrengung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Wir schlagen folgende konkrete
Maßnahmen vor:

Investitionsoffensive für bezahlbaren Wohnraum

  • Einführung eines Sonderförderprogramms für den Neubau von Wohnungen, dass gezielt kommunale, genossenschaftliche und private Bauträger unterstützt.
  • Aufstockung und langfristige Absicherung der KfW-Fördermittel für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen.
    Baurecht drastisch vereinfachen und Verfahren beschleunigen
  • Digitalisierung und Vereinheitlichung der Baugenehmigungsverfahren in den Ländern.
  • Reduktion überkomplexer baurechtlicher Auflagen, insbesondere bei seriellen und modularen Bauweisen.
    Mehr Bauland aktivieren und Planungsverfahren beschleunigen
  • Kommunen stärker bei der Erschließung von Bauland unterstützen, z. B. durch Fördermittel und Beratung.
  • Einführung eines „Schnellbau-Gesetzes“, analog zur Infrastrukturplanung, um temporär Genehmigungsprozesse für Wohnbauprojekte zu verkürzen.
  • Anreize für private Investitionen schaffen
  • Steuerliche Sonderabschreibungen für den Wohnungsneubau wiedereinführen bzw. ausweiten.
  • Eigenheimzulage neu aufsetzen, angepasst an die aktuelle Zins- und Kostenlage.

Fachkräftemangel im Bau adressieren

  • Förderung von Ausbildungsprogrammen im Bau- und Ausbaugewerbe.
  • Erleichterung gezielter Fachkräftezuwanderung in bauaffine Berufe.

Der Beitrag unserer Industrie: Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit

Unsere Mitgliedsunternehmen leisten bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur Modernisierung des Wohnraums in Deutschland. Mit energieeffizienten Produkten, recyclingfähigen Materialien und digitalen Lösungen für Heimwerker und Profis tragen wir zur nachhaltigen Bauwende bei. Wir verstehen uns als Partner der Bauwirtschaft und wollen unseren Beitrag zur Überwindung der Wohnungsbaukrise leisten – durch Innovation, Produktverfügbarkeit und Versorgungssicherheit. Gleichzeitig können die Produkte unserer Branche auch im Baubereich einen Beitrag zum Klimawandel leisten etwa durch die Errichtung gezielter Schwammstädte, der Dach- und Fassadenbegrünung, Solaranlagen auf Dächern oder der Nutzung neuer Heizmethoden.
Ein stagnierender Wohnungsbau gefährdet die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Bauen, Heimwerken und Garten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Industrie sind bereits spürbar – sinkende Umsätze, Investitionszurückhaltung und Standortunsicherheiten. Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, jetzt entschlossen zu handeln. Deutschland braucht ein starkes Signal für den Wohnungsbau – für bezahlbaren Wohnraum, wirtschaftliche Stabilität und eine leistungsfähige Bau- und Herstellerbranche. Denn ohne Wohnungsbau entsteht auch keine Dynamik für Renovierungen und Ausstattung.
Für einen Austausch zur Bedeutung des Neubaus auch für nachgelagerte Industrien und den Beitrag, den unsere Branche hierzu leisten kann, stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Über den Herstellerverband Haus & Garten e.V.
Der Herstellerverband Haus & Garten e.V. vertritt seit über 40 Jahren die Interessen von 150 führenden DIY-Hersteller in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes sind Hersteller von Bau-, Heimwerker- und Gartenmarktartikel für den privaten Endkunden und vertreiben ihre Produkte europaweit.

Dr.Marie-Charlotte Claßen • Stv. Geschäftsführerin • Tel.: +49 211 15776518 • E-Mail:
classen@herstellerverband.de Herstellerverband Haus & Garten e.V. • Klaus-Bungert-Str. 5a • 40468 Düssseldorf
Lobbyregisternr.: R000791 • EU Transparenzregister ID: 850516242648-01• www.herstellerverband.de